Einmal verinnerlicht, kommt „Shuangliang Clyde Bergemann“ flüssig über die Lippen. SLCB, wie das Unternehmen von Geschäftsführer Christoph Schulze abgekürzt heißt, ist im April in Gebäude 2 eingezogen. Das Unternehmen betreut Kunden weltweit.

Das Produkt der Shuangliang Clyde Bergemann GmbH sind schlüsselfertige Vakuum-Luftkondensatoren-Systeme (Air Cooled Condenser, kurz: ACC). ACC-Systeme ersetzen den von deutschen Kraftwerken bekannten klassischen Kühlturm durch ein geschlossenes System: Der im Kraftwerkskessel erhitzte Dampf wird nach der Energieabgabe in der Dampfturbine in einem geschlossenen Kreislauf wieder zu Wasser kondensiert. Dieses wird zurück in den Kessel geleitet, wo es zu wieder Dampf erhitzt wird.

Wassersparende Technologie für Kunden weltweit

„Die SLCB ACC-Anlage ist eine hocheffiziente moderne Umwelttechnologie zur Vermeidung von Wasserverbrauch, die nur wenige Hersteller weltweit vergleichbar anbieten“, erklärt Christoph Schulze. „Sie wird in wasserarmen Regionen, zum Beispiel in China oder Ägypten, ebenso eingesetzt wie in Gegenden, wo es grundsätzlich genug Wasser gibt. Dort dann aus Gründen der Nachhaltigkeit.“

Die Kunden von SLCB sind Kraftwerkshersteller und -betreiber weltweit. Die Anlagen werden sowohl an Müllheizkraftwerken in Europa wie auch beispielsweise fossil befeuerten Kraftwerken in Asien eingesetzt. Ein Großprojekt für SLCB war in Cairo New Capital. Das Kraftwerk mit einer elektrischen Leistung von 4.8 GW wird in Zukunft die neue Megastadt New Capital bei Kairo mit Energie versorgen. SLCB lieferte vier Luftkondensatoren – auf dem Foto die silbernen Rohrsysteme zwischen den Schornsteinen.

Wissenstransfer zu Engineering & Design

Rund 30 Mitarbeiter haben vom ursprünglichen Firmensitz in Ratingen Großprojekte weltweit umgesetzt. Heute konzentriert sich das Team hauptsächlich auf den Wissenstransfer rund um die Luftkondensatoren-Systeme – die Produktion übernimmt der Mutterkonzern. „Länder wie China oder Saudi Arabien sind heute mehr an Technologien interessiert,“ so Christoph Schulze. „Statt fertige Produkte aus dem Ausland einzukaufen, sollen hochqualifizierte Fachkräfte die Produkte im eigenen Land herstellen und weiterentwickeln.“ Das dafür notwendige Engineering und Design verkauft SLCB.

Der Wissenstransfer erfolgt vom Standort Essen aus. Viele Aufgaben können die Mitarbeiter von SLCB auch standortunabhängig machen. „Die Wahl auf das Triple Z fiel unter anderem auch deshalb, weil die Infrastruktur im Zentrum perspektivisch gut passt“, erklärt Schulze. „Die Konferenzräume eignen sich für unsere Schulungen und der Glasfaseranschluss ermöglicht einen schnellen Austausch mit den Kunden weltweit.“ Zudem sei das Triple Z ein professionelles und dynamisches Umfeld mit interessanten Unternehmen und Netzwerken.

Menschen im Mittelpunkt

Christoph Schulze hat viel Erfahrungen mit unterschiedlichen Nationalitäten und Kulturen. Da muss neben den wirtschaftlichen Faktoren auch die Chemie stimmen: „Eigentlich reduziert es sich immer wieder auf das Menschliche. Nur wenn man da auf einen gemeinsamen Nenner kommt, ist man auch wirtschaftlich erfolgreich. Denn schlussendlich trifft ein Mensch die Entscheidung für einen Zuschlag oder ein gemeinsames Projekt.“ Die Chemie stimmte auch bei ihm und dem Triple Z: „Die Zentrumsleitung handelt nach Menschen. Daher fühle ich mich hier wohl.“