Ab sofort können Anträge für die Corona-November-Hilfe gestellt werden: Betroffene des Lockdowns können 75 Prozent des Umsatzes aus November 2019 erhalten. Die Auszahlung der Hilfen soll noch im November starten. Zunächst wird allerdings nur die Hälfte der beantragten Fördersumme ausgezahlt (maximal 10.000 €).

Soloselbständige können selbst Antrag stellen

Wie bei der Überbrückungshilfe läuft die Antragsstellung grundsätzlich über einen „prüfenden Dritten“, beispielsweise die Steuerberatung. Für Soloselbstständige gilt das nicht, sie können selbst einen Antrag (bis 5.000 €) über die Plattform stellen. Voraussetzung für die Anmeldung ist ein ELSTER-Zertifikat. Anträge für die November-Hilfe können bis zum 31. Januar 2021 gestellt werden. Alle Informationen zur November-Hilfe finden Sie auf der Seite des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.


Verlängerung der Corona-Überbrückungshilfe

Die Corona-Überbrückungshilfe des Bundes wird noch einmal bis Juni 2021 verlängert (Überbrückungshilfe III). Sie soll erhebliche Verbesserungen für Soloselbständige bringen. Betroffene, zum Beispiel aus dem Kunst- und Kulturbereich, sollen künftig eine einmalige Betriebskostenpauschale von bis zu 5.000 Euro für den Zeitraum bis Ende Juni 2021 als steuerbaren Zuschuss erhalten können. Dazu wird die bisherige Erstattung von Fixkosten ergänzt um eine einmalige Betriebskostenpauschale (Neustarthilfe). Damit können Soloselbständige, die im Rahmen der Überbrückungshilfen III sonst keine Fixkosten geltend machen können, aber dennoch hohe Umsatzeinbrüche hinnehmen mussten, einmalig 25 Prozent des Umsatzes des entsprechenden Vorkrisenzeitraums 2019 erhalten. Nähere Informationen können Sie der offiziellen Pressemitteilung des BMWi entnehmen.

Kleine und mittelständische Unternehmen, die ihren Geschäftsbetrieb im Zuge der Corona-Pandemie einstellen oder stark einschränken mussten, können bereits jetzt umfassende Zuschüsse als Überbrückungshilfe II erhalten. Bis zum 31. Dezember 2020 ist die Antragsstellung über die bundesweit geltende Plattform www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de für den Zeitraum von September bis Dezember 2020 möglich.

Quelle: BMWI


KfW-Schnellkredit jetzt auch für kleine Betriebe

Die Bundesregierung verlängert das KfW-Sonderprogramm (einschließlich des KfW-Schnellkredits) bis zum 30.06.2021, um Unternehmen weiterhin verlässlich mit Liquidität zu versorgen. Seit November steht der KfW-Schnellkredit zudem auch für Soloselbständige und Unternehmen mit bis zu 10 Beschäftigten zur Verfügung. Über die Hausbanken können die Unternehmen diese KfW-Kredite mit einer Höhe von bis zu 300.000 Euro beantragen, abhängig von dem im Jahre 2019 erzielten Umsatz. Der Bund übernimmt dafür das vollständige Risiko und stellt die Hausbanken von der Haftung frei.

Alle Details zu den Maßnahmen finden Sie hier.


NRW bietet Überbrückungshilfe Plus

Parallel verlängert die Landesregierung die „NRW Überbrückungshilfe Plus“, mit der ein Teil der Kosten des privaten Lebensunterhalts aus Landesmitteln gedeckt werden können. Bis Jahresende wird weiterhin der fiktive Unternehmerlohn in Höhe von monatlich 1.000 Euro bezahlt.

Anträge für die 2. Phase der Überbrückungshilfe (September bis Dezember 2020) können bis zum 31. Dezember 2020 gestellt werden.


Gründerstipendium.NRW  verlängert

Das Wirtschaftsministerium hat das Gründerstipendium.NRW um drei Jahre verlängert. Ziel des Gründerstipendium.NRW ist es, finanzielle Unsicherheiten abzufedern, damit keine erfolgversprechende Gründungsidee verloren geht. Bis zu drei Gründer erhalten ein Jahr lang jeweils 1.000 Euro monatlich. Neue Anträge können nun bis 30. September 2023 gestellt werden. Zugleich wurden die Bedingungen, die Antragsteller erfüllen müssen, in einigen Punkten angepasst, um noch besser auf die Bedürfnisse der nordrhein-westfälischen Gründerszene einzugehen. Die neue Richtlinie mit den angepassten Förderbedingungen tritt zum 1. Oktober 2020 in Kraft.