Unternehmerinnen und Unternehmern bleibt mehr Zeit, Corona-Hilfen zu beantragen. Die Fristen für die November-/Dezember-Hilfen sowie für die Überbrückungshilfe II sind verlängert worden. Die Auszahlung der November-Hilfe soll in Kürze starten.

Dezember- und November-Hilfe bis Ende April beantragen

Bis zum 30. April 2021 können Anträge auf Dezember- und November-Hilfe gestellt werden. Bisher galt eine Frist bis zum 31. Januar (November-Hilfe) bzw. 31. März (Dezember-Hilfe).

Betroffene des Lockdowns können 75 Prozent des Vergleichsumsatzes aus dem Jahr 2019 erhalten. Die Antragsstellung ist über die bundesweit geltende Plattform www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de möglich.

Soloselbständige können selbst Antrag stellen

Wie bei der Überbrückungshilfe läuft die Antragsstellung grundsätzlich über einen „prüfenden Dritten“, beispielsweise die Steuerberatung. Für Soloselbstständige gilt das nicht, sie können selbst einen Antrag (bis 5.000 €) über die Plattform stellen. Voraussetzung für die Anmeldung ist ein ELSTER-Zertifikat.


Neue Antragsfristen auch für Überbrückungshilfe

Auch die Frist zur Beantragung der Überbrückungshilfe II (Fördermonate September bis Dezember 2020) wurde verlängert: Statt bis Ende Januar, kann die Hilfe noch bis zum 31. März 2021 beantragt werden.

Für die Überbrückungshilfe III ist die Beantragung noch nicht möglich. Die Corona-Hilfe wurde aber prinzipiell ausgeweitet: Statt bislang maximal 50.000 € pro Monat, beträgt die neue Förderhöchstsumme der Überbrückungshilfe III 200.000 €. Die Laufzeit wurde außerdem bis Ende Juni 2021 verlängert. Die verbesserten Konditionen unterstützen Unternehmen, Soloselbständige und FreiberuflerInnen, die direkt und indirekt von den Schließungen seit dem 16. Dezember 2020 betroffen sind. Es handelt sich um Zuschüsse, die nicht zurückgezahlt werden müssen.

Mit dem Instrument der Neustarthilfe – als Teil der Überbrückungshilfe III – sollen außerdem Soloselbständige mit einer Betriebskostenpauschale von bis zu 5000 € unterstützt werden, insbesondere in der Kultur- und Medienbranche.

Die Antragsstellung ist über die bundesweit geltende Plattform www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de möglich.

Quelle: BMWI, Bundesministerium der Finanzen

Corona-Hilfen im Überblick. Quelle: Wirtschaft.NRW


KfW-Schnellkredit jetzt auch für kleine Betriebe

Die Bundesregierung verlängert das KfW-Sonderprogramm (einschließlich des KfW-Schnellkredits) bis zum 30.06.2021, um Unternehmen weiterhin verlässlich mit Liquidität zu versorgen. Seit November steht der KfW-Schnellkredit zudem auch für Soloselbständige und Unternehmen mit bis zu 10 Beschäftigten zur Verfügung. Über die Hausbanken können die Unternehmen diese KfW-Kredite mit einer Höhe von bis zu 300.000 Euro beantragen, abhängig von dem im Jahre 2019 erzielten Umsatz. Der Bund übernimmt dafür das vollständige Risiko und stellt die Hausbanken von der Haftung frei.

Alle Details zu den Maßnahmen finden Sie hier.


Gründerstipendium.NRW  verlängert

Das Wirtschaftsministerium hat das Gründerstipendium.NRW um drei Jahre verlängert. Ziel des Gründerstipendium.NRW ist es, finanzielle Unsicherheiten abzufedern, damit keine erfolgversprechende Gründungsidee verloren geht. Bis zu drei Gründer erhalten ein Jahr lang jeweils 1.000 Euro monatlich. Neue Anträge können nun bis 30. September 2023 gestellt werden. Zugleich wurden die Bedingungen, die Antragsteller erfüllen müssen, in einigen Punkten angepasst, um noch besser auf die Bedürfnisse der nordrhein-westfälischen Gründerszene einzugehen. Die neue Richtlinie mit den angepassten Förderbedingungen tritt zum 1. Oktober 2020 in Kraft.