Lebenslanges Lernen fasst die Vita von Markus Opalka treffend zusammen. Seit einigen Wochen ergänzt er mit „Herrn Opalka`s Gesundheitszimmer“ das Angebot des ZiFF.  Nach seiner Ausbildung zum Physiotherapeuten schloss er 1997 eine fünfjährige Ausbildung zum Osteopath an, parallel zur Arbeit als Physiotherapeut. Nicht nur den Bewegungsapparat wollte er behandeln können, sondern sich noch ganzheitlicher auch mit den Organen und Nerven des Menschen beschäftigen. Osteopathie war damals in Deutschland noch nicht sehr bekannt. Eine Ausbilderin brachte ihm das Thema nahe. Um allerdings als Osteopath arbeiten zu können, musste er zunächst als Heilpraktiker zugelassen sein. Vor 20 Jahren schloss er auch diese Ausbildung ab.

Gelegenheit macht Dozenten

„Vor der Geburt meines ersten Kindes war unklar, ob eine Entbindung auf normalem Wege möglich ist. Deshalb hielt ich Rücksprache mit einer Hebammenschule. Im Gespräch ergaben sich viele neue Aspekte aus der Osteopathie für die Hebammen, die sie damals noch nicht kannten. Nach dem Termin hatte ich dann prompt eine Dozentenstelle für Anatomie und Physiologie in der Hebammenschule“, erzählt Markus Opalka die Anekdote, die seinen weiteren beruflichen Werdegang damals beeinflusst hat. Als Dozent konnte er sein Wissen weitergeben – eine Tätigkeit, die er seit über 15 Jahren auch im ZiFF – Zentrum für Integration und Fortbildung im Triple Z ausübt.

Fachliche Spezialisierung

Doch nicht nur die Dozententätigkeit war damit initiiert. Auch die Liebe zu Kindern fiel in der Hebammenschule mit der Nähe zu Neugeborenen auf fruchtbaren Boden. „Als Vater von 6 Kindern hatte ich einen natürlichen Zugang, so dass ich mich dann als Kinderosteopath weitergebildet habe“, erklärt Opalka. „Bei Kindern ist alles ähnlich, aber dennoch ganz anders als bei Erwachsenen. Alleine der Umgang mit ihnen und die richtige Ansprache bedürfen einer intensiven Ausbildung und viel Erfahrung. Als Kinderosteopath braucht man im wortwörtlichen Sinn das ‚richtige Händchen‘.“

Auch wenn Markus Opalka in seiner Praxis viel Erfahrung sammeln konnte, störte ihn, dass der Beruf des Heilpraktikers unter einem oft negativen Image steht. Um sich auch im wissenschaftlichen Arbeiten weiterzubilden – und weil das Thema spannend war, absolvierte er 2008 ein Masterstudium für integrative komplementäre und psychosoziale Gesundheitswissenschaften in Graz. Aktuell promoviert er dort.

Unternehmen gesund wachsen lassen

In seinem Gesundheitszimmer in der Lohnhalle behandelt er an zwei Tagen in der Woche Patientinnen und Patienten, die aus einem größeren Umkreis zu ihm kommen. „Nach unserer langjährigen freundschaftlichen Zusammenarbeit haben Uli Masuhr und ich überlegt, wie man die Kooperation noch ausbauen kann. Da durch das Ausscheiden seines Geschäftspartners ein Raum frei wurde, bin ich neben Ulis Büro mit dem Gesundheitszimmer eingezogen“, erklärt Markus Opalka die Wahl des Standortes. In Zukunft sollen die Präsenztage im Triple Z noch zunehmen. Auch ein Veranstaltungsformat für die betriebliche Gesundheitsfürsorge ist bereits in Planung. „Ich will die Unternehmer hier vor Ort auf das Thema Gesundheit aufmerksam machen und ein passendes Beratungsangebot entwickeln. Gerade bei neu gegründeten Unternehmen kann das Thema Gesundheit so von Anfang an mitgedacht und mitgelebt werden,“ erklärt Opalka seinen Ansatz.

Den „inneren Arzt“ aktivieren

Ganz unaufgeregt geht es in seinem Gesundheitszimmer zu. Bewusst verzichtet er auf viele elektronische Hilfsmittel. Das Gesundheitszimmer soll ein Ort der echten Begegnung sein, in dem Markus Opalkas Klienten mit seiner Hilfe wieder die Begeisterung für die eigene Gesundheitsarbeit entdecken und beleben können: „Wir müssen uns und unseren Organismus wieder mehr wertschätzen, dann erst können wir uns auch etwas Gutes tun. Ich bin davon überzeugt, dass der Mensch die beste Medizin des Menschen ist – will heißen, dass jeder mit den richtigen Techniken und Methoden seinen „inneren Arzt“ aktivieren kann. Das sind die kleinen Übungen im Alltag, die Freiräume, die man sich schafft und der natürliche Rhythmus, dem man wieder mehr Raum geben sollte. Dann kommen auch gesundheitliche Beschwerden wieder ins Gleichgewicht.“

Foto oben: Markus Opalka in seinem Gesundheitszimmer an der Lohnhalle. Alle Fotos: Triple Z

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