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Zeche Zollverein 4/5/11:

von der Schachtanlage zum ZukunftsZentrum

 

Die Wirtschaft boomte, die Industrie wuchs und der Bedarf an Kohle stieg. Deshalb ließ die Betreibergesellschaft der Zeche Zollverein gegen Ende des 19. Jahrhunderts eine dritte Schachtanlage abteufen. Die Gründungsanlage 1/2 hatte seit 1847 gefördert, seit 1883 lief Schacht 3 in Schonnebeck. Und 1893 nahm in Essen-Katernberg an der Grenze zu Gelsenkirchen-Heßler Schacht 4 mit 2900 Arbeitern die Förderung auf. Noch vor der Jahrhundertwende waren eine Kohlenwäsche, eine Kokerei sowie Schacht 5 fertig. In den 1920er-Jahren wurde der Standort Katernberg weiter ausgebaut, Schacht 11 förderte ab 1928.

 

Schachtanlage 4/5/11 im Jahr 1928

Der Strukturwandel beginnt

 

Die steil gelagerten Flöze unter Katernberg ließen sich mit damaliger Technik, druckluftbetriebenen Abbauhämmern, rentabel ausbeuten. Das änderte sich in den 1960er-Jahren, als der Steinkohlebergbau mit dem Einsatz großer Maschinen rationalisiert wurde. Schrämlader und Kohlehobel ließen sich an steilen Flözen nicht einsetzen, also wurde 1967 das Baufeld der Schachtanlage 4/5/11 stillgelegt. Schon vorher war die Kohleförderung ab 1932 auf die Zentralförderanlage Schacht XII konzentriert worden. Noch bis 1995 nutzte die Ruhrkohle AG die Anlagen - vor allem als Ausbildungswerkstatt.

 

Triple Z wird der dritte Nutzer des Zechen-Ensembles

 

Unmittelbar nach deren Schließung begannen konkrete Planungen für ein "Essener Business Village" in den historischen Gebäuden. Vieles war zwar abgebaut und abgerissen worden, die Fördergerüste zum Beispiel und ein Großteil der Bahnanlagen. Lohnhalle, Waschkaue, Maschinenhäuser und Prüfstand standen aber noch und warteten auf eine neue Nutzung. Die Idee zu einer möglichen Nutzung stammte aus London, musste aber natürlich hiesigen Verhältnissen angepasst werden. Bereits 1996 gründete sich die Triple Z AG. Die Sanierungen und die notwendigen Umbauten begannen noch im gleichen Jahr. Seine heutige Größe erreichte das Triple Z im Jahr 2007 mit dem Abschluss des vierten Bauabschnitts im Prüfstandgebäude. Mit Fertigstellung jedes Bauabschnitts stieg die Zahl der neuen Unternehmen - und somit die Zahl der Arbeitsplätze - sprungartig an. Derzeit sind rund 100 Firmen mit rund 600 Mitarbeitern ansässig. Weiteres Wachstum lässt sich nur durch Neubauten erzielen, die bereits in Planung sind.

 

Weiter: die Geschichte von Zollverein 4/5/11 im Überblick

 
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