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Newsletter-Beitrag aus Februar 2012

 

Via Cargo mit neuer Zugkraft

 

Es klingt ein bisschen so wie die Erfüllung eines Kleine-Jungen-Traums: die eigene Eisenbahn. Zusammen mit der polnischen Mutterfirma Via Cargo S. A. haben sich Peter Biskup und Adam Tomanek diesen Traum 2009 im Triple Z erfüllt. Sie bieten Eisenbahntransporte durch ganz Europa an, bewegen mit 100 eigenen Waggons Massengüter wie Kohle, Öl und Stahl.

 

 

Gegründet wurde die polnische Muttergesellschaft

Via Cargo S. A. 2004 als Logistik-Unternehmen, das heißt: Sie organisiert internationale Transporte auf der Schiene. Bald kam die Vermietung von Waggons hinzu, der Handel mit Ersatzteilen sowie Reparaturen von Eisenbahnfahrzeugen. Und 2009 schließlich die Gründung der Via Cargo GmbH in Deutschland, um die Kunden in Westeuropa besser betreuen zu können. Dass bei der Standortsuche die Wahl auf Essen fiel, hat allerdings wenig mit geschäftlichen Gründen zu tun. "Wir leben hier", so Geschäftsführer Peter Biskup. "Deshalb war Essen für uns die beste Wahl." Der Diplom-Betriebswirt kam vor 22 Jahren nach Deutschland, hat neben der polnischen längst auch die deutsche Staatsbürgerschaft und eine Menge Erfahrung im Transportgewerbe. Unter anderem arbeitete er für ein anderes privates Bahn-Unternehmen.

 

Kohle aus Oberschlesien

 

Von Essen aus organisieren er und mittlerweile sieben

Mitarbeiter zum Beispiel den Transport von Blechen zu polnischen Autowerken. Die fertigen Autos wiederum treten mit Via Cargo auf der Schiene ihre Reise in alle Welt an. Die wichtigste Rolle spielt derzeit jedoch der Transport von Kohle aus Oberschlesien ins Ruhrgebiet. Allerdings ist diese zum größten Teil auf der Durchreise und wird weiter verschifft. "Wir transportieren speziellen Gießerei-Koks für Betriebe in England", so Biskup. Darüber hinaus hat Via Cargo sich bei einigen chemischen Betrieben einen guten Ruf als verlässlicher Partner erworben, die notwendigen Genehmigungen und Sicherheits-Zertifikate hat das Unternehmen ohnedies.

 

Für 2012 hat Via Cargo die Weichen wieder in Richtung Wachstum gestellt: An der polnischen Extrail übernahm die Aktiengesellschaft die Mehrheit, eine weitere Privatbahn, die Delta Rail in Frankfurt an der Oder, übernahm sie komplett.
Wichtigstes Potenzial des Unternehmens seien die Mitarbeiter, heißt es in der Firmenpräsentation: "Fachleute und Enthusiasten der Eisenbranche". Wo sonst hätte die Betriebsfeier also stattfinden können als in einem historischen Zug des Eisenbahnmuseums Bochum-Dahlhausen.

 

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