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Newsletter-Beitrag aus Oktober 2011

 

Impuls-Technik regelt ganze Raffinerien

 

Auf jedem Schiff, das dampft und segelt, gibt's einen der die Sache regelt - das gilt ganz ähnlich auch für die Produktion in der chemischen Industrie. Was auf dem Schiff Steuerrad und Maschinentelegraf, Kompass oder GPS-Navigation leisten, das erledigt in Chemie-Werken die Mess- und Regeltechnik - unter anderem mit Systemen der "impuls - innovative Verbindungen GmbH", hergestellt im Erdgeschoss von Gebäude 7 des Triple Z.

 

Hendrik Faeth bei der Montage eines kleineren Messgerätes.         Fotos: Schacht 11

 

Heiko Müller ist gelernter Mess- und Regel-

techniker und bei seinem alten Arbeitgeber "die Leiter raufgefallen", wie er das nennt. Anfangs als Geselle, schließlich als Regionalleiter hat er in 15 Jahren technische und kaufmännische Kenntnisse erworben und viele wertvolle Erfahrungen gesammelt: beim Errichten von Anlagen, bei deren Inbetriebnahmen, beim notwendigen Materialeinkauf und der Personalplanung. Nicht zuletzt kommen ihm die intensiven Kundenkontakte heute zu Gute.

 

Was für Anlagen das sind, die Müller damals als Angestellter und seit rund vier Jahren als Unternehmer herstellt, ist ein bisschen schwierig zu erklären. Denn man kennt keines dieser Geräte aus dem Haushalt oder aus irgendeinem anderen Bereich des täglichen Lebens. Impuls produziert vergleichsweise kleine Bauteile für große chemische Werke, zum Beispiel für Erdöl-Raffinerien.
Die allerersten Erdöl-Raffinerien des 19. Jahrhunderts stellten lediglich Petroleum her. Durch simple Destillation, bei der eine Menge Abfälle und Abgase entstanden. Heute produzieren Raffinerien unterschiedliche Kraft- und Schmierstoffe sowie Grundstoffe für die Weiterverarbeitung in der chemischen Industrie - und dies praktisch ohne Reste, das komplette

Erdöl wird verwertet. Damit das reibungslos funktioniert, muss während der Produktion ständig gemessen und geregelt werden. Teils in kleinen Geräten, die kaum größer sind als ein Schuhkarton, teils aber auch in Messanlagen mit den Ausmaßen eines kleinen Gartenhäuschens.

 

Impuls-Mitarbeiter planen, fertigen und dokumentieren solche kleineren Systeme, die in große Industrieanlagen der Chemie oder bei Gasversorgern zeitsparend integriert werden. Vorwiegend dienen diese Systeme dazu, Proben für qualitätsrelevante Messungen im analytischen Bereich aufzubereiten; von einfachen pH- und Leitfähigkeitsmessungen über Lasertechnik bis hin zur Prozesschromatographie. Nötig sind dies Messungen, um chemische Prozesse optimal zu steuern, was letzten Endes auch zu einem besseren Schutz der Umwelt führt.

 

Einen Großteil der Arbeit erledigen die impuls-Mitarbeiter direkt beim Kunden. Kleine Teams führen europaweit Montagearbeiten aus: hauptsächlich Verkabelungen und Verlegungen von Impulsleitungen. Kabel übertragen elektrische Signale von Messgeräten in die Prozessleittechnik, die dann beispielsweise die Temperatur oder den Druck reguliert. Impulsleitungen binden die Messgeräte an den Prozess an. Aus diesen kleinen Präzisionsstahlrohren mit Durchmessern zwischen weniger als einem Millimeter und bis zu  50 Millimetern werden übrigens auch Hydraulikschmierungen oder ähnliche geschlossene Systeme erstellt.

 

Was genau der einzelne Kunde braucht, müsse er in ausführlichen Gesprächen und mit sorgfältiger Planung jedes Mal individuell ermitteln, damit das Messgerät genau an die jeweilige Aufgabe angepasst werden kann. Deswegen ist Müller auch selten in der Werstatt anzutreffen, meist ist er unterwegs oder im Büro. Derzeit allerdings laufen die Geschäfte so gut, dass er auch wieder selbst mit Hand anlegen muss - sozusagen nach "Feierabend".

 

Vor der Auslieferung kommen die Kunden meist nochmal nach Katernberg, um sich die fertige Anlage anzuschauen und auf ihre Funktionsfähigkeit zu prüfen. Was übrigens ein Hauptgrund für die Wahl des Standorts war. "Während des ersten halben Jahres habe ich zu Hause aus dem Keller heraus gearbeitet," erzählt er. Aber um Kunden wie BP oder Total zu empfangen, "musste einfach das Umfeld stimmen." Und vom Triple Z sind seine Gäste regelmäßig begeistert. Später stellte er dann fest, dass er auch mit der Nachbarschaft hier sehr gut zurecht kommt.
Ob's nur am Umfeld liegt? Oder auch ein bisschen daran, dass Heiko Müller über drei Jahrzehnte Berufserfahrung hat und doch nicht ganz zufällig "die Leiter raufgefallen" ist? Jedenfalls hat sich die "impuls - iV" im vierten Jahr ihres Bestehens offenbar am Markt etabliert, die Aufträge kommen aus ganz Europa, teils sogar aus Fernost.

 

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