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Newsletter-Beitrag aus Juli 2010

 

Deutsche Maschinen, holländische Qualität

 

Rauf – und an der richtigen Stelle wieder runter. Das ist im Grunde schon alles, was ein Kran können muss. Damit er das aber verlässlich, täglich und nicht zuletzt unfallfrei tut, braucht er Pflege und Wartung, gelegentlich ein Ersatzteil und vielleicht auch mal eine Modernisierung. Womit wir bei der Firma ELMEC wären. Seit 2005 hat sie an der Katernberger Straße 107 ihren Sitz, heute allerdings in deutlich geschrumpften Räumlichkeiten. Was nichts Schlechtes heißt.

 

Hier steigt der Chef noch persönlich auf den Container: Thomas Thimm ist geschäftsführender Gesellschafter der deutschen ELMEC GmbH.      Fotos: Schacht 11

 

Seit dem Gründungstag am 1. April 2005

wächst die GmbH beständig, beschäftigt inzwischen vier Monteure und bildet im Verbund mit dem Essener Automobilzulieferer Spicer Gelenkwellenbau sogar zwei junge Männer zu Industriemechanikern aus. Trotzdem reicht dem Unternehmen ein einziger Büroraum. Denn erstens sind Monteure und Auszubildende mit den mobilen Werkstätten (den Firmenwagen) ständig im Außendienst bei Kunden. Und zweitens werden größere Reparaturen in der ELMEC-Werkstatt bei Venlo ausgeführt.

 

"Am Anfang hatte ich die Räume, in denen heute Uwe Lehmans sitzt", erzählt Thomas Thimm, geschäftsführender Gesellschafter der deutschen ELMEC GmbH. Dort hatte er sein eigenes Ersatzteillager, eine eigene Werkstatt -  was aber weder wirtschaftlich noch logistisch Sinn ergab. Die sehr viel besser ausgestattete Werkstatt, das größere Lager seien zwar im Ausland, aber letztlich sei Venlo nur 75 Kilometer entfernt. "Selbst inklusive der Fahrtzeiten geht es sehr viel schneller, zum Beispiel einen Kranantrieb dort zu reparieren", so Thimm. Also konnte man räumlich schrumpfen, während man in jeder anderen Hinsicht wuchs.

 

Diese nicht nur räumliche Nähe zur niederländischen ELMEC B.V. ist kein Zufall: Gemeinsam mit deren Chef Robert Langen und einem dritten Partner, Hans Kaufmann, gründete Thimm seine Firma. Dabei wäre er eigentlich auch nur mit einem neuen Job zufrieden gewesen. "Dass ich mich überhaupt mal selbstständig machen würde, war für mich am Anfang völlig undenkbar", erzählt Thimm. "Am Anfang“, das war zu Beginn der 1980er-Jahre, als der Spross einer Arbeiterfamilie das Studium der Elektrotechnik an der Ruhr-Uni Bochum begann. 1987 war Thimm dann Ingenieur mit Diplom, begann bald darauf seine berufliche Laufbahn bei einem großen Kranhersteller im Ruhrgebiet – später in leitender Position, aber immer noch abhängig beschäftigt.

 

Beim Schritt in die Selbstständigkeit, den Thimm mit Mitte 40 wagte, waren alte berufliche Kontakte – nicht zuletzt der zu Robert Langen - hilfreich, aber dennoch: "Ich war vorher im Management einer großen Firma mit allem, was so dazugehört: Dienstwagen, Sekretärin und so fort. Und dann war ich plötzlich allein und musste im Ruhrgebiet Klinken putzen." Das war eine enorme Umstellung, die die Familie – eine Frau und zwei inzwischen erwachsene Söhne – zum Glück mittrug.


Mit zwei Monteuren fing es an. Deren Know-how stammte aus Venlo, die Maschinen von der DEMAG aus Wetter/Ruhr. Beim Kunden werden diese ganz auf dessen individuelle Wünsche und Bedürfnisse hin in die jeweilige Produktionsstätte oder Lagerhalle eingepasst. Eines der größten Projekte aus jüngerer Zeit zum Beispiel: die vollautomatische Lagerung und Verladung von Steinen in einer Ziegelei.


Wenn es um solche "Maßanfertigungen" gehe, so Thimm, vertrauten die Kunden viel eher dem Monteur, den sie schon lange kennen, als einem Handelsvertreter in Schlips und Kragen. "Das", so Thimm, "ist unsere Philosophie: Das faire menschliche Miteinander mit unseren Kunden, Mitarbeitern und Partnern."

 

 

Anmerkung: Dank einer Kooperation mit der Essener WESTPHAL GmbH & Co konnte die ELMEC GmbH im Jahr 2012 ihr Dienstleistungangebot erweitern. Für die Zusammenarbeit zog die Firma im Oktober 2012 nach Essen-Altenessen.

 

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