Leben im Zentrum
Stellwerk macht Ausstellung

Eine Schau in der Lohnhalle zeigt die Ergebnisse des Schülerprojekts "Stellwerk macht Schule"
Neun Monate lang haben Christian Heib, Marlene Späh, Berfin Dagli, Alexandra Bleuel, Kaja Adu und Nilofar Goudarzi aus Essen in Einzel- und Gruppenprojekten unterschiedliche Konzepte mit jeweils regionalem Bezug und Identität erarbeitet. Am Anfang stand dabei die Frage, welche Bedeutung die Kulturhauptstadt für den Einzelnen haben kann und welche Möglichkeiten der Mitgestaltung bestehen. Die Antwort der jungen Nachwuchskünstler lautet: Durch eigenes Erleben und Befragen des persönlichen Lebensumfelds stellt sich der direkteste Bezug zum großen Kulturgeschehen her.

Die Werkgruppen, die nun bei der gemeinsamen Abschlussausstellung im Triple Z gezeigt werden, durch gedankliche Komplexität und ein breites Spektrum künstlerischer und technischer Herangehensweisen aus.

Kaja Adu (19) etwa, Abiturientin der B.M.V.-Schule, kombiniert malerisch Details von Baustellenansichten mit Personenporträts. Auf diese Weise möchte sie strukturelle Umbrüche als Veränderungen in Stadt- und Menschenbildern verdeutlichen.

In einem aufwändigen Arbeitsprozess haben Alexandra Bleuel (17) und Berfin Dagli (17) vom Leibniz-Gymnasium Fotos von Essener Sehenswürdigkeiten mit eher unansehnlichen Durchgangswegen kontrastiert. Alle Bilder wurden anschließend der Witterung und künstlichen Lichteffekten ausgesetzt. Diese rückwirkende Naturalisierung des fotografischen Abbilds lässt eindrucksvolle (Selbst-)Porträts der Essener Kulturlandschaft entstehen.

Ebenfalls im Medium der Fotografie inszeniert Nilofar Goudarzi (19) von der B.M.V.-Schule Stationen eines fiktiven weiblichen Lebenslaufs von der Geburt bis zum Tod. Die biografischen Szenarien dienen ihr zur kritischen Hinterfragung von weiblichen Rollenbildern und sozialen Lebensentwürfen. Die Kulisse bilden Essener Privatwohnungen sowie öffentliche Schauplätze und Einrichtungen.

Marlene Späh (19) und Christian Heib (20) aus der diesjährigen Abiturklasse des Don-Bosco-Gymnasiums präsentieren ein „Pott-Movie“, das als raumgreifendes und multimediales Gesamtkunstkunstwerk autobiografische Motive im Rückbezug auf Umwelteindrücke nachvollziehbar macht. Ihre Einzelwerke - Malerei, Plastik, Fotografie und Film - kommentieren sich gegenseitig. Sie werden durch das aus einer überdimensionalen Videokassette heraus gespulte Band verbunden zu einer gemeinsamen Collage.

Am Ende des langen Wegs von der Idee zur anspruchsvollen Projektrealisierung sind die Künstler stolz auf das, was sie gemeinsam geleistet haben: ihren Beitrag zur Kulturhauptstadt. Und ganz nebenbei konnten sie auch noch prägende Erfahrungen in Sachen Kreativität, Teamarbeit und Verantwortungsbewusstsein sammeln. „Trotz des Stresses hat es sich auf jeden Fall gelohnt, unsere Freizeit für das Projekt zu nutzen“, lautet das Fazit von Marlene Späh und Christian Heib.

Zur Ausstellung, die bis zum 16. Dezember in der ehemaligen Lohnhalle von Zollverein 4/5/11 zu sehen sein wird, erscheint eine Katalogbroschüre. Weitere Informationen dazu unter www.stellwerk-zollverein.de.

Die Stipendiaten entwarfen auch das Postermotiv zur Ausstellung.

Noch lange nicht auf dem Abstellgleis: Das Stellwerk auf Zollverein hat mittlerweile als Kunstatelier eine neue Bestimmung gefunden.


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