Leben im Zentrum
OB Reinhard Paß zu Gast im Triple Z

Er kam, um zu feiern, und nahm sich die Zeit, um ernste Themen zu diskutieren: Im Vorfeld einer Veranstaltung der SPD-Ortsvereine im Stadtbezirk VI am 14. Januar stand Essens Oberbürgermeister Reinhard Paß eine Stunde lang gut 30 Triple Z-Unternehmern und  interessierten Anrainern Rede und Antwort. Die bestimmenden Themen des Abends: die Erhöhung der Gewerbesteuer und die jüngsten Veränderungen im Bereich der Essener Wirtschaftsförderung. „Zwei Reizthemen“, wie Paß freimütig gleich zu Anfang einräumte.

Dem Zugeständnis folgten unmittelbar ernste Erklärungsversuche, insbesondere für die Erhöhung der Gewerbesteuer um effektiv zwei Prozent: „Als Oberbürgermeister bin ich zwar für alles verantwortlich, aber nicht an allem Schuld. Wir haben 2009 eine Situation vorgefunden, in der wir die kommunale Selbstverwaltung praktisch am Kleiderhaken des Regierungspräsidenten hätten abgeben können. Sie kennen die Haushaltslage der Stadt. Wir müssen sparen, daran führt kein Weg vorbei.“ Trotz der Steuererhöhung könne Essen jedoch nach wie vor mit klaren Standortvorteilen punkten – etwa einer dichten Infrastruktur.

Ähnliches gelte auch für den Bereich Wirtschafts- und Existenzgründerförderung: „Bislang wurde dieser Bereich auch durch die Vermarktung von städtischen Gewerbeflächen finanziert. Doch der Pool an Flächen, der von der Essener Wirtschaftsförderungsgesellschaft - EWG - vor 20 Jahren geschaffen wurde, ist nahezu erschöpft; die Einnahmesituation ist rückläufig. Wir müssen uns auch hier neu aufstellen.“ Ein erster Schritt sei mit der Einsetzung von Dr. Dietmar Düdden als neuem EWG-Geschäftsführer bereits getan. Jetzt müssten die 12.600 kleinen und mittleren Essener Unternehmen im Focus der EWG stehen: „Hier müssen optimale Rahmenbedingungen geschaffen werden.“

Nach Ansicht gleich mehrerer Triple Z-Unternehmer schaffen die derzeitigen Entwicklungen jedoch gerade das Gegenteil von „optimalen Rahmenbedingungen“. Ihr Fazit: Der Wirtschaftsstandort Essen verliere an Attraktivität – und könne dem Vergleich mit anderen, deutlich unternehmerfreundlicheren Kommunen auf Dauer nicht mehr standhalten. Dipl.-Ing. Wolfgang Doczyck (Siloxa AG): „Alles, was ich im Monat übrig behalte, wird reinvestiert. Wenn diese Summe durch eine höhere Gewerbesteuer immer geringer ausfällt, leidet letztendlich mein Unternehmen darunter.“

Unternehmensberater Bertram Abel kritisierte darüber hinaus die mangelnde Bereitschaft der Städte zur Zusammenarbeit in Sachen Existenzgründung: „Effizienz und Erscheinungsbild der Region leiden unter dieser Weigerung. Das Ruhrgebiet hinkt hier der Entwicklung ganz eindeutig hinterher.“ Dazu Paß: „Die Städte machen nichts anderes, als das, was Sie in Ihrer Branche auch leisten – Sie nehmen den Wettbewerb auf. Sicherlich wäre eine andere Situation wünschenswert. Aber im Vergleich zu den Gegebenheiten vor 10, 15 Jahren sieht es doch schon viel besser aus. Unsere Wirtschaftsförderer haben stets mit den umliegenden Städten kooperiert; wenn wir für einen Bewerber nichts haben, reichen wir sein Anliegen weiter. Aber als grundsätzliches Konzept beschließen kann man so etwas nicht. Wenn es von sich aus wächst, ist das dagegen eine ganz andere Sache.“

Fazit des Abends also: Es gibt noch viel zu besprechen. Was wiederum den Triple Z- Aufsichtsratsvorsitzenden Werner Dieker zu einer spontanen Einladung an den Oberbürgermeister veranlasste: „Kommen Sie doch bald zu solchen Gesprächen bei uns vorbei.“ Die Zusage von Paß steht.

 

Eine Stunde lang stand Essens Oberbürgermeister Reinhard Paß gut 30 Triple Z-Unternehmern und interessierten Anrainern Rede und Antwort.

Der OB kam nicht nur als Redner, sondern auch als aufmerksamer Zuhörer. Vor allem zum Thema "Gewerbesteuer" hatten die anwesenden Triple-Z-Unternehmer einiges zu sagen.

Fazit des Abends: Es gibt noch viel zu besprechen. Deswegen wird es ein weiteres Gespräch mit dem Stadtoberhaupt geben.


- Triple Z -
ZukunftsZentrumZollverein
Aktiengesellschaft zur Förderung von Existenzgründungen

Vorstand:
Dirk Otto (Vorsitzender)
Harald Filip
Clemens Stoffers

Telekommunikation
Telefon: 0201 / 88 72 100
Fax: 0201 / 88 72 118
E-Mail: info@triple-z.de
Internet: http://www.triple-z.de

Adresse
Katernberger Str. 107
45327 Essen-Katernberg

Links
Datenschutz & Impressum
Kontakt
Newsletter abbestellen

Redaktion:
Kristina Wilking (Triple Z AG)
redaktionSell
Tel.: 0201 / 83 77 73 77
E-Mail: Sell@redaktionSell.de
Internet: www.redaktionsell.de

Technische Realisierung:
UNODESIGN GmbH
Telefon: 0201 / 81 41 888
E-Mail: info@unodesign.de
Internet: www.unodesign.de



© Copyright 2010