José Fernandez vor dem Haus seiner Tochter am Triple Z

 Aus der Nachbarschaft
Aus den Kohlegruben Asturiens ins Steigerhaus

Natürlich spricht José Fernandez Deutsch, er lebt ja schließlich seit beinahe 50 Jahren hier. Den Spanier hört man ihm aber immer noch deutlich an. Auch wenn der 76-Jährige den größten Teil seines Lebens in Deutschland verbracht hat, sieht er sich doch immer noch als Spanier. Galizier genau genommen, aber schon als junger Mann ging er nach Asturien. Der Kohle wegen, denn die Region im Norden der Iberischen Halbinsel hat eine sehr ähnliche Geschichte wie das Ruhrgebiet: Seit dem 19. Jahrhundert wuchs hier wie dort die Schwerindustrie über den großen Kohle-Vorkommen.

Fernandez hatte sich für drei Jahre als Bergmann verpflichtet - so konnte man damals in Spanien um den Dienst in der Armee herumkommen, der während der Franco-Diktatur einige Risiken mit sich brachte. Seinen Dienst als Bergmann konnte Fernandez jedoch auch nicht in Ruhe absolvieren: 1961 geriet er in langwierige Arbeitskämpfe, bei denen es zwar nicht um Politik sondern nur um Lohnforderungen gegangen sei. Dennoch stand er nach den Streiks vor der Wahl: Soldat in den unruhigen afrikanischen Kolonien Spaniens oder Auswandern. „Ich habe mich sofort um ein Visum für Australien beworben."

Überstunden auf Zollverein

Bekommen hat er letztlich das Ticket nach Deutschland, auch für seine Familie: Drei Kinder und seine schwangere Frau kamen nach. Für einige Zeit fuhr er dann auf Emil Emscher ein, „aber ich habe mich bald auf Zollverein beworben. Da konnte ich mehr Überstunden machen, mehr Geld verdienen". Zollverein blieb er treu bis zum Ende 1986.

Vieles habe sich seit damals verändert in Katernberg. Einiges zum Schlechten, vieles aber auch zum Guten - auch für ihn persönlich. So zog Familie Fernandez aus dem kleinen Zechenhäuschen in der Meerbruchstraße um ins große Steigerhaus gleich beim Triple Z. Auch auf der Schachtanlage 4/5/11 hat er damals gearbeitet, hin und wieder kommt er herüber und schaut, was sich so tut. Spannend findet er das, hat sich zum Beispiel angefreundet mit einer der Künstlerinnen, die bis 2005 das Triple Z-Stellwerk als Atelier genutzt hat. „Mich kennen hier fast alle, überall werde ich begrüßt: Hallo Nachbar." Spanier ist und bleibt er, doch zu Hause ist José Fernandez in Katernberg.

 


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